Bauvertrag wirksam?  
Insbesondere folgende Möglichkeiten sind zu prüfen:

- kommt Beurkundungsbedürftigkeit wegen einer rechtlichen Einheit mit einem Grundstückserwerbsvertrag, § 311 b BGB in Betracht?

- ist eine eventuelle notarielle Beurkundung richtig vorgenommen worden, § 13, 13 a und 14 BeurkG?

- fand ggf. Heilung nach § 311 b Abs. 1 Satz 2 BGB statt?

- ggf. Widerrufsmöglichkeit nach § 312 BGB, wenn der Erwerber den Vertrag in seiner Privatwohnung geschlossen hat?

- kommt Widerrufsmöglichkeit nach § 505 Abs. 1 Nr. 1 BGB in Betracht, weil der Fertighausvertrag teilweise aus einem Bausatzkaufvertrag besteht?

- kommt Widerrufsmöglichkeit eines Kreditvertrages und des damit verbundenen Geschäfts gemäß § 358 BGB in Betracht?

- kommt Anfechtbarkeit des Vertrages wegen arglistiger Täuschung hinsichtlich der Finanzierungsmöglichkeiten, § 123 BGB, oder auch Schadensersatz statt der Leistung in diesen Fällen, § 282 BGB in Betracht?

Es ist jedoch zu beachten, dass Aufklärungspflichten der Banken hinsichtlich der Finanzierbarkeit des Vertrages nur eingeschränkt bestehen (vgl. BGH Urt. v. 6. 4. 2001 - V ZR 402/99 = BauR 2001, 1428: Der BGH verwies zurück an das Kammergericht Berlin. Hintergrund: Wenn die Bank bzw. der von ihr eingeschaltete Makler auf Befragen des Käufers einen falschen Rat erteilt oder ein falsches Berechnungsbeispiel erstellt haben, kann ein Beratungsvertrag verletzt sein).

- kommen Ansprüche wegen fehlerhafter Angaben bei den Vertragsgesprächen, § 311 Abs. 2 Nr. 1, § 241, § 280 BGB in Betracht?