Schenkung  
Es ist schön, den Augen dessen zu begegnen, dem man soeben etwas geschenkt hat (Jean de La Bruyère)

Verträge im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge sind dadurch gekennzeichnet, daß Vermögensgegenstände bereits zu Lebzeiten an den vorgesehenen Erben, i.d.R. ein Kind oder ein sonstiger gesetzlicher Erbe übertragen werden - sei es, um die Kinder rechtzeitig mit Vermögen auszustatten, sie frühzeitig in Verantwortung für das Vermögen einzubinden oder auch nur den Vermögenstransfer auf die nächste Generation steueroptimal zu gestalten.

Im Gegenzug zu der Vermögensübertragung werden dem Begünstigten oft Leistungen zur Versorgung des Zuwendenden auferlegt. Meist ist der Vertrag auch mit Erb- und Pflichtteilsregelungen verbunden. In der Praxis findet sich auch häufig die Vereinbarung eines Nießbrauchs.
Rechtlich komplexe Übertragungen von Grundbesitz, Erb- und Geschäftsanteilen sowie künftige Schenkungen bedürfen der notariellen Beurkundung, ebenso Erb- und Pflichtteilsverzichte. Der Notar ist hierbei fachkundiger Helfer. Die zum Teil erheblichen, steuerlichen Ersparnischancen sollten allerdings nicht den Blick dafür verstellen, daß eine Übergabe nur dann sinnvoll ist, wenn Übergeber und Übernehmer "reif" für die Vermögensübertragung sind, einander möglichst vertrauen und die Sicherheit der Altervorsorge des Übergebers ungefährdet bleibt bzw. erreicht wird.
Gerade in der letzten Zeit werden solche Verträge häufiger als früher abgeschlossen, da viele Mandanten befürchten, dass sie bei späterem Tätigwerden steuerliche Nachteile hinzunehmen haben.