Scheidung  
"In unserer Ehe stimmt irgend etwas nicht!", sagte Claudia zu Stephan, ihrem Mann. "Alle unsere Bekannten sind geschieden - nur wir nicht!"

Neben den persönlichen Belastungen, die eine Scheidung mit sich bringt, ist der Gang zum Scheidungsrichter oft lang und teuer. Sind sich die Ehegatten über die wesentlichen Punkte der Scheidung einig, können sie eine Scheidungsvereinbarung abschließen, die das Gerichtsverfahren verkürzt, Nerven schont und Kosten erspart (nur eine Partei muss von einem Anwalt vertreten werden). Das Gericht spricht dann eine einverständliche Scheidung aus.

Daneben können beim Notar aber auch weitere Fragen abschließend geklärt werden, z. B. die Vermögensverteilung. Vor allem bei Vorhandensein von gemeinsamen Immobilien oder bei gemeinsamen Schulden empfiehlt es sich, eine einverständliche Lösung zu finden.

Oft sollen in erbrechtlicher Hinsicht die noch bestehenden gesetzlichen Erb- und Pflichtteilsrechte der Eheleute untereinander ausgeschlossen werden. Im Einzelfall können auch Vereinbarungen über den Versorgungsausgleich getroffen werden.

Haben die Eheleute vor oder während der Ehe einen Ehevertrag geschlossen, richten sich die Folgen der Scheidung nach diesen Regelungen.

Als unparteiischer Amtsträger achtet der Notar auf die Interessen beider Ehegatten. Seine Schweigepflicht garantiert die absolute Vertraulichkeit.

Im Februar 2006 angekündigte Reform des Scheidungsrechts: Scheidung (einvernehmliche Trennung kinderloser Paare) bald nur mit Notar und Gericht, d.h. kostengünstiger, da keine anwaltliche Vertretung mehr erforderlich? Siehe Service--News--Sonstiges.