Beurkundung bringt Sicherheit  
Gut Recht bedarf guter Hilfe (Deutsches Sprichwort).

oder:

...denn was man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen.
(Johann Wolfgang von Goethe)


Abmachungen sind gut und schön. Aber wie oft hat man schon selbst erlebt, dass eine Vereinbarung überhaupt oder deren konkreter Inhalt bestritten wurde. Doch was beim Notar für den privaten oder den geschäftlichen Bereich beurkundet worden ist, kann Ihnen so schnell niemand streitig machen. Die Urkunde hat Beweiskraft (§ 415 ff. ZPO). Passend ist daher aus unserer Sicht der Vergleich mit einem Airbag: Beruhigend, dass man ihn hat. Man freut sich aber, wenn man ihn nicht braucht.

Diese Sicherheit werden Sie nicht nur im Geschäftsleben zu schätzen wissen, sondern auch in Ihrer Familie. Egal, ob Sie verheiratet sind oder nicht. Und egal, ob Sie erben oder vererben. Weil klare Verhältnisse in Sachen Ehe oder Nachfolge mindestens genauso wichtig sind wie Vereinbarungen zwischen Geschäftsleuten. Das Leben ist schon kompliziert genug. Das deutsche Recht auch. Hinzu kommt, dass vermehrt Europarechtliche Bestimmungen zu beachten sind.

Doch worum es auch immer geht, wir Notare beraten Sie umfassend. Dabei zeigen wir Alternativen auf, schlagen Lösungen vor und entwerfen die nötigen Erklärungen und Verträge für Sie. Und zwar im Sinne aller Vertragsbeteiligten. Dazu sind wir nämlich schon von Berufs wegen verpflichtet.

Es gibt keine Regelung dazu, wer den Notar auswählt. Oft wird aber eine Beurkundung bei dem Notar der Partei durchgeführt, die die Kosten oder den Großteil der Kosten zu zahlen hat. Hiermit muss aber natürlich der andere Vertragspartner einverstanden sein, da es sonst zu keiner Beurkundung kommt (Beispiel: idR trägt der Käufer die Kosten des Immobilienkaufvertrages mit Ausnahme der Lastenfreimachung für Hypotheken / Grundschulden; der Käufer sucht daher meistens den Notar aus). Grundsätzlich gilt: Suchen Sie sich den Notar aus, dem Sie am meisten vertrauen. Zum nächstgelegenen Notar müssen Sie nicht gehen.

Der Notar ist, anders als der Rechtsanwalt, nicht Vertreter einer Partei.

In Berlin gibt es den sogenannten "Anwaltsnotar". Die Berufsbereiche Anwalt und Notar sind natürlich abzugrenzen. Ein Anwaltsnotar darf nicht in einer Sache als Notar tätig werden, in der er bereits als Rechtsanwalt tätig war. Umgekehrt gilt dies natürlich auch.

In einigen Bundesländern gibt es auch den sog. "Nurnotar". Die Zahl der Anwaltsnotare in Deutschland (6.400) übersteigt die der Nurnotare um etwa das vierfache (Stand 2014).

Um Notar zu werden, bedarf es einer weitergehenden Spezialausbildung. Das 2. Staatsexamen, das auch zum Richteramt befähigt, reicht hierfür allein nicht aus.